Frage niemals nach dem Sinn,
Dann ist er fort, sofort
Verpufft ins Nichts.
Du sollst Dich niemals sicher fühlen.
Weitere flüchtige Dinge sind:
Das Gefühl, etwas verstanden zu haben.
Das Gefühl, etwas endlich geschafft zu haben.
Und Seifenblasen.
Autorin – Übersetzerin
Frage niemals nach dem Sinn,
Dann ist er fort, sofort
Verpufft ins Nichts.
Du sollst Dich niemals sicher fühlen.
Weitere flüchtige Dinge sind:
Das Gefühl, etwas verstanden zu haben.
Das Gefühl, etwas endlich geschafft zu haben.
Und Seifenblasen.
Wenn die Gedanken splittern,
die Splitter durch den Weltraum flittern,
so dass die Sterne endlich zittern
in meinem Glas.
Dann kommt von fern ein Grollen,
der Donner schickt sich an zu rollen,
von wo er hätte bleiben sollen,
nun ist er nah.
Begleitet wird er von den Blitzen,
die durch das Dunkel runter flitzen,
um die Geister zu erhitzen,
so ist ihr Plan.
Doch geht er auf, ihr Plan?
Und wie lange dauert so ein Wahn?
Und worauf kommt es wirklich an?
Wenn die Gedankensplitter sich formen zu Gewittern?
Erstens: Du darfst Dich niemals packen lassen.
Zweitens: Im Leben geht es nur um Ablenkung vom Tod.
Drittens: Schönheit kann Die Welt retten.
Und der Rest ist Mut.
Früheres Ich,
plötzlich sehe ich Dich.
Aber kenne ich Dich?
Und Du?
Kanntest Du mich schon?
Hast Du mich vorausgedacht?
Damals schon alles so gemacht –
wie ich es heute tu?
Warum wusste ich nichts
über Dich,
Du flüchtiges Ich?
Wie kam es dazu?
Ich bin erstaunt zu sehen,
wie wir dieselben Wege gehen.
Entfaltete ich mich, überhaupt,
oder bin ich ganz wie Du?
Frühere Ichs,
ich glaub, ich kenn Euch wirklich nicht.
Ein flüchtiges Ich ans andere,
so reiht Ihr mich.
Und ich weiß nicht,
was da geschah
und ob ich überhaupt daran beteiligt war.
Jetziges Ich,
sehe ich Dich?
Und Du? Siehst Du mich?
Und auf welchem Weg bist Du?
Bist Du wie ich?
Und bin ich schon im Nu
ein früheres Ich,
ein flüchtiges Ich?
So wie Du?
Das Universum dehnt sich aus,
und ich zieh mich zusammen –
dazwischen ist viel Platz im Nichts.
Ein schwarzes Loch bedroht das Herz,
am Rand des Firmaments.
und in der Brust pulsiert ein Stern.
Golden,
der Bernstein,
erstarrtes, vergangenes Leben.
Am Strand liegt seine Spur.
Kopfüber
und hinauf
den borkigen Eichenstamm
so macht es der
Kleiber.
Rauchig
zieht Nebel
den Berg herauf.
Bäume und Häuser werden zu
Schatten.
Qualm
steigt auf
aus dem Schornstein,
als füttere er den
Nebel.
Leicht
liegst Du,
verharztes, erstarrtes Leben,
in der ewig suchenden
Hand.
Keiner, der mir ein Haus malt
oder ein Pferd
oder einen Regenbogen.
Muss alleine träumen,
hab nicht mal
einen Hund.
Komm,
zieh Deine buntesten Kleider an,
Du musst auf die Safari gehen,
auch wenn Du Angst hast
vor den wilden Tieren.
Gerade dann.
„Ich reise nie ohne mein Tagebuch. Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich haben.“ (Oscar Wilde)
Aber kann man Tagebuchschreiben auch lernen? Ja! Zumindest können wir mit einigen nützlichen Techniken und Methoden unseren eigenen Stil finden, den Schreibfluss anregen und zu einer fruchtbaren Kommunikation mit uns selbst gelangen: Aus dem Tagebuch – egal, ob Lebens-, Reise-, Krisen- oder Projekttagebuch kann dann eine erkenntnisreiche, spaßbringende und lesenswerte Geschichte werden.
Bitte mitbringen: Din-A4-Kladde und Schreibwerkzeug
Workshop
Kursleiterin: Dr. Carola Prigge
Kurs R19114ZZ an der Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3-7, Leipzig,
Entgelt: 39 Euro, Termine: 26. 2., 26. 3., 23. 4., 14. 5. und 11. 6. 2018
Man sagt, der Herbst kann gute Seiten haben,
besonders, weil das Laub der Bäume sich verfärbt,
sie stehen dort in tausend schönen Farben,
zitronengelb, blutrot und sonnenbraun gegerbt,
wenn Nebelschwaden sie umhülln am Morgen,
und Krähen für die schroffen Töne sorgen
mit einem schrillen Widerhall.
Doch folgen diesem Zwang nicht alle Bäume,
Manch einer sticht heraus aus der gegerbten Schar
Und klammert sich an seine Sommerträume
Als allen noch so wohl und wonnig war.
So trotzen auch Akazien und Weiden,
indem sie weiter grüne Blätter treiben
dem farbenprächtigen Verfall.
Und ich, ich kann mich wieder nicht entscheiden,
ob das Geschehn da draußen mir gefällt.
Künden doch der Ahorn wie die Weiden
Dass bald schon alles hier zerfällt.
So bin ich zwischen Bunt und Grün zerrissen.
Den Sommer werde ich vermissen
Von nun an, hier und überall.